Führungen mit dem Historiker Olaf Schulze


Pforzheims Geschichte ist vielfältig und reicht weit über das Mittelalter bis in die Römerzeit zurück.

PORTus an der Enz war ein wichtiger Etappenort an der Römerstraße von Straßburg nach Cannstatt im Neckartal. Neben dem ersten Siedlungskern um die Altstädterkirche St. Martin entstand im 12. Jahrhundert die neue Stadt Pforzheim planmäßig um einen großen Marktplatz und unterhalb einer älteren Burganlage, aus deren Michaelskapelle mit der Zeit die stattliche Schloss- und Stiftskirche wurde.
Die Heimatstadt des Humanisten Johannes Reuchlin war im 16. Jahrhundert zeitweise eine der badischen Residenzen, bevor ihr Durlach den Rang ablief. Die Flößerei war ein wichtiger Gewerbezweig der Dreitälerstadt. Im 17. Jahrhundert mehrfach zerstört, erholte sich die Gemeinde erst Ende des 18. Jahrhunderts mit der Gründung der Schmuck- und Uhrenindustrie (1767), die über Generationen an Bedeutung gewann.
Um 1900 war Pforzheim „Weltplatz für Schmuck", mit zahlreichen, auch großen Bijouteriefabriken, hohem Frauenarbeitsanteil und bedeutender Exportrate. Das kriegsreiche 20. Jahrhundert brachte die totale Zerstörung der Innenstadt bei einem Großangriff der Royal Air Force am 23. Februar 1945, aber auch das überraschende Wiederaufleben der Stadt in den Wirtschaftswunderjahren.

Seit 1989 ist es mir ein Anliegen, den Pforzheimerinnen und Pforzheimern, aber auch den auswärtigen Besuchern der „Goldstadt an der Schwarzwaldpforte" die Geschichte meiner Heimatstadt auf ebenso anschauliche wie unterhaltsame und qualifizierte Weise nahezubringen.

Ich freue mich auf die Führungen und die Begegnung mit Ihnen.

Ihr Olaf Schulze

Demnächst:

Sonntag, 23.04.2017, 15.00-16.30 Uhr
Die Unternehmerfamilien der Pforzheimer Schmuckindustrie

Sie hießen Daub, Kammerer, Lauer, Speidel und Witzenmann, um nur einige Namen zu nennen. Und auch auf dem ab 1877 angelegten Hauptfriedhof haben sie ihre Spuren hinterlassen. Die Führung führt zu den teilweise monumentalen Gräbern der goldenen Epoche der Pforzheimer Schmuckindustrie um die Jahrhundertwende bis in die 1920er und 1930er Jahre. Die Gräber spiegeln den erreichten Wohlstand und das bürgerliche Selbstbewusstein dieser die Stadt Pforzheim prägenden Schicht.

Treffpunkt jeweils: Platz vor dem westlichen Haupteingang
Kosten: 7.- Euro

Die Führungen finden auch bei leichtem Regen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Förderverein für Hauptfriedhof will sich konstituieren

Die Lebensgeschichten der Toten auf dem Hauptfriedhof begleiten Olaf Schulze schon seit vielen Jahren. Der Historiker und Trauerredner bietet 40 verschiedene Führungen an – ob zu Kindergrabmalen oder Zeugnissen des Jugendstils. In Pforzheim geboren und aufgewachsen, ist der 51-Jährige auch durch persönliche Begegnungen und die Geschichte seiner Eltern mit dem Parkfriedhof verbunden. Seit Jahren steht er außerdem in Kontakt mit anderen Parkfriedhöfen und dem Museum samt Forschungsstelle für Sepulkralkultur in Kassel. Weiter

 


Führungen mit „Johannes Reuchlin Phorcensis“ und dem „Steckeles-Kayser“

Olaf Schulze als Steckeles Kayser
Foto: Linda Luickhardt/WSP

Bitte beachten Sie auch die Führungen mit „Johannes Reuchlin Phorcensis“ durch seine Heimatstadt mit Besichtigung des Museum Johannes Reuchlin sowie die Führungen mit dem „Steckeles-Kayser“.

Informationen, Anmeldung für Gruppen und Einzelpersonen, Kartenverkauf:
Tourist-Information Pforzheim, Tel. 07231 / 39-3700, Fax 07231 / 39-3707, tourist-info@ws-pforzheim.de